
Was genau verkauft Allegro
Laut Unternehmensbekanntgabe umfasst das Geschäft eine 100%ige Beteiligung an Mimovrste d.o.o. in Slowenien und Internet Mall d.o.o. in Kroatien. Das Paket umfasst außerdem spezialisierte Technologieressourcen und Teams in der Tschechischen Republik, die diese Märkte unterstützten. Der Käufer ist Mutares, eine Investmentgruppe, die sich auf Unternehmensrestrukturierungen spezialisiert hat.
Die verbindliche Vereinbarung wurde am 7. Januar 2026 unterzeichnet. Die Transaktion unterliegt der behördlichen Genehmigung und soll im ersten Halbjahr 2026 abgeschlossen werden.
Warum Allegro diese Märkte verlässt
Der Verkauf markiert den letzten Schritt in Allegros Bemühungen, seine Struktur zu vereinfachen und das Kapital auf Märkte zu konzentrieren, in denen das Marktmodell besser abschneidet – nämlich Tschechien, Slowakei und Ungarn. Die slowenischen und kroatischen Aktivitäten waren weitgehend unabhängig und setzten auf Alttechnologie, was Effizienz und Skalierbarkeit einschränkte.
Zahlen, die die Entscheidung erklären
Für die ersten neun Monate des Jahres 2025 berichtete der Segment Mall South:
-
GMV von 387,1 Millionen PLN (-6,7 % im Jahresvergleich)
-
Umsatz von 291,2 Millionen PLN (-7,8 % im Jahresverlauf)
-
Das bereinigte EBITDA beträgt minus 23,8 Millionen PLN
Die Entsorgung wird voraussichtlich zu einer einmaligen negativen Auswirkung von etwa 235 Millionen PLN führen, wird aber auch laufende Betriebsverluste eliminieren. Das Management erwartet, dass dieser Schritt das gesamte EBITDA-Profil der Gruppe verbessert.
Was das für den E-Commerce-Markt bedeutet
Für Allegro signalisiert die Entscheidung eine klare Verschiebung hin zu weniger Märkten und einem stärkeren Fokus auf Profitabilität. Für lokale E-Commerce-Anbieter in Slowenien und Kroatien bringt es einen neuen Eigentümer, dessen Priorität die Geschäftstransformation und nicht die Integration in einen großen regionalen Markt sein wird.