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Chinesische E-Commerce-Giganten fallen bei EU-Sicherheitstests durch: 95% Durchfallquote

Die Dominanz chinesischer E-Commerce-Plattformen auf den europäischen Märkten hat jüngsten Untersuchungen zufolge ernsthafte Sicherheitsbedenken aufgeworfen. Laut den europäischen Marktaufsichtsbehörden entsprechen erschreckende 85-95 % der Produkte von Shein, AliExpress und Temu nicht den EU-Sicherheitsstandards, wie Ecommerce News berichtet.

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Chinesische E-Commerce-Giganten fallen bei EU-Sicherheitstests durch: 95% Durchfallquote
Quelle: Depositphotos

Chinesischer E-Commerce-Aufschwung

Shein und Temu wurden von der Europäischen Kommission aufgefordert, bis zum 12. Juli 2024 Erklärungen zu ihrer Verbraucherschutzpolitik, insbesondere im Hinblick auf die Sicherheit von Kindern, abzugeben. Mit 75 Millionen Nutzern in der EU bei Temu und 108 Millionen monatlich aktiven Nutzern bei Shein verfügen beide Plattformen über eine beträchtliche Nutzerbasis in Europa. Das Volumen der Pakete, die in die Niederlande, ein wichtiges Tor für den chinesischen E-Commerce, gelangen, ist exponentiell gestiegen. Nach Angaben des niederländischen Zolls stieg die Zahl der Pakete drastisch von 172 Millionen im Jahr 2021 auf 718 Millionen im Jahr 2023.

Giftiges Wachstum

Bei einer kürzlich durchgeführten Überprüfung von 144 Produkten von Shein, AliExpress und Temu wurde festgestellt, dass mehrere Produkte jedes Unternehmens nicht den gesetzlichen Anforderungen entsprachen. Besonders besorgniserregend war die Entdeckung, dass Shein-Schuhe Phthalate enthielten, die die Sicherheitsgrenzwerte um ein Vielfaches überstiegen. In einem Paar Schuhe wurde eine 229-mal höhere Menge dieser schädlichen Chemikalie gefunden, als nach den Normen zulässig ist.

Ein Beamter des Seouler Umweltgesundheitsteams gab eine ausführliche Erklärung der Risiken: „Weichmacher auf Phthalatbasis beeinträchtigen die Fortpflanzungsfunktionen, wie z. B. die Verringerung der Spermienzahl, und können Unfruchtbarkeit und sogar Frühgeburten verursachen.“

Der Beamte betonte ferner den Ernst der Lage und fügte hinzu, dass eine dieser Chemikalien „vom Internationalen Institut für Krebsforschung als krebserregend für den Menschen eingestuft wird, so dass besondere Vorsicht geboten ist, um einen langfristigen Kontakt mit dem menschlichen Körper zu vermeiden.“

Chinese E-commerce

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EU ergreift Maßnahmen

Das explosive Wachstum dieser Plattformen hat große Sorgen ausgelöst. So konnte Temu in Frankreich innerhalb von vier Monaten nach seinem Start Shein in Bezug auf den Marktanteil überholen. Obwohl diese Expansion aus kommerzieller Sicht bemerkenswert ist, hat sie die Regulierungsbehörden, die sich um die Einhaltung der Sicherheitsvorschriften bemühen, überholt. Die Europäische Organisation für Verbraucherrechte ( BEUC) hat sich im Mai 2024 offiziell über Temu beschwert und behauptet, dass das Unternehmen betrügerische Taktiken anwendet. Das Gesetz über digitale Dienste (DSA), das nun für diese Plattformen gilt, verlangt strengere Sicherheitsmaßnahmen für sehr große Online-Plattformen – solche mit mehr als 45 Millionen monatlich aktiven Nutzern in der EU.Um diese Probleme anzugehen, setzen sich die niederländischen Behörden für eine koordinierte Strategie ein. Sie haben alle beteiligten Parteien, einschließlich der Hersteller, Versandunternehmen und Regierungsorganisationen, aufgefordert, die Verantwortung für die Gewährleistung der Sicherheit ihrer Produkte zu übernehmen.

Sicherheit steht auf dem Spiel: Der digitale Handel in der EU steht auf dem Prüfstand

Die alarmierenden Erkenntnisse über die Sicherheit der Produkte der großen chinesischen E-Commerce-Unternehmen Shein, AliExpress und Temu deuten auf einen wichtigen Wendepunkt in der europäischen Digitalwirtschaft hin. Da 85-95 % ihrer Produkte nicht den EU-Sicherheitsvorschriften entsprechen, sind die Folgen für den Verbraucherschutz verheerend.

Die beträchtliche Nutzerbasis und das steigende Paketvolumen dieser Plattformen zeigen, wie schnell sie expandieren, und unterstreichen den dringenden Bedarf an Regulierungsmaßnahmen.

Da die europäischen Behörden ihre Kontrollen im Rahmen des Gesetzes über digitale Dienstleistungen verstärken, stehen Shein und Temu unter wachsendem Druck, nachzuweisen, dass sie die strengen Sicherheitsvorschriften einhalten. Wenn schädliche Substanzen, wie die gefährlich hohen Mengen an Phthalaten in Shein-Schuhen, in ihren Produkten gefunden werden, gibt es ernsthafte gesundheitliche Bedenken, insbesondere für gefährdete Gruppen wie Kinder. Die Beschwerden der Europäischen Organisation für Verbraucherrechte und die laufenden Untersuchungen deuten auf eine deutliche Verschiebung im elektronischen Handel hin zu mehr Verantwortlichkeit hin. Während die Regulierungsbehörden versuchen, ein Gleichgewicht zwischen Verbraucherfreundlichkeit und Sicherheit zu finden, kollidieren die rasche Marktexpansion und die Anforderung, strenge Sicherheitsstandards einzuhalten. Die Zukunft dieser Plattformen in Europa wird von ihrer Fähigkeit abhängen, sich den gesetzlichen Anforderungen anzupassen, ohne das Vertrauen der Nutzer zu gefährden. Millionen von Kunden sind in einer zunehmend digitalen Welt auf zuverlässige und sichere Produkte angewiesen, so dass sowohl für die beteiligten Unternehmen als auch für die Kunden viel auf dem Spiel steht.

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