
Kleine Grundstücke sind jetzt ein systemisches Problem
Die Europäische Kommission sagt, dass Pakete im Wert von unter 150 € in einem Tempo eintreffen, für das das System nie gebaut wurde. Allein im vergangenen Jahr überschritten 5,8 Milliarden solcher Pakete die EU-Grenzen, die meisten davon direkt aus China an Verbraucher verschickt.
Dieser Fluss wurde von schnell wachsenden Marktplätzen wie Temu und Shein vorangetrieben. Ihr Modell basiert auf der EU-Regel „de minimis“, die es erlaubt, billige Waren ohne Zoll einzuführen. Für Käufer bedeutet das sehr niedrige Preise. Für die Regulierungsbehörden bedeutet es einen steigenden Druck auf Zoll, Steuererhebung und Sicherheitskontrollen.
Eine Gebühr von 3 € kommt
Brüssel plant nun, ab dem 1. Juli 2026 eine Abfertigungsgebühr von 3 € pro Paket einzuführen. Die Gebühr soll als Übergangslösung dienen, während die EU daran arbeitet, die 150 € Zollbefreiung vollständig abzuschaffen.
Laut der Kommission könnten etwa 65 % der Niedrigwertpakete unterbewertet sein, eine Zahl, die zeigt, wie viel Einnahmen und Kontrolle die EU unter dem aktuellen System verliert.
Warum E-Commerce-Unternehmen sich kümmern sollten
Für EU-basierte Einzelhändler könnten die Änderungen die Preislücke mit ultragünstigen Importen endlich verringern. Für globale Marktplätze könnten höhere Kosten die Verlagerung zu lokalen Lagern und in der EU registrierten Verkäufern beschleunigen.
Auch Marketer sollten darauf achten. Wenn die Zollkosten steigen, könnte die Ära der Bodenpreise außerhalb der EU zu Ende gehen.