3 Lesezeit Minuten

Faire bringt 100.000 Marken in 14 neue europäische Märkte

Die Großhandelsplattform Faire hat soeben ihr Geschäft in 14 neuen europäischen Märkten eröffnet. Das US-amerikanische Unternehmen verbindet nun Einzelhändler in 35 Ländern mit über 100.000 Marken, und die Nachfrage scheint groß zu sein - 35.000 Einzelhändler in den neuen Märkten haben sich vor dem Start auf Wartelisten eingetragen.

Katarína Šimčíková Katarína Šimčíková
Partnership Manager & E-commerce Content Writer, Ecommerce Bridge EU
Dieser Artikel wurde für Sie von artificial-intelligence übersetzt
Faire bringt 100.000 Marken in 14 neue europäische Märkte
Quelle: ChatGPT

Wie die Plattform funktioniert

Faire fungiert als Vermittler zwischen kleinen Einzelhändlern und Produktlieferanten. Anstatt Dutzende von Großhändlern anzurufen oder an Messen teilzunehmen, können Ladenbesitzer Produkte online suchen und bestellen. Das Unternehmen kümmert sich um Zahlungen, Versand und Rücksendungen. 60 Tage Zahlungsfrist und kostenlose Rücksendung bei Erstbestellungen sind das große Verkaufsargument. Die meisten traditionellen Großhändler verlangen eine Vorauszahlung und setzen hohe Mindestbestellmengen fest, die sich viele kleine Geschäfte nicht leisten können.

Europa treibt das Wachstum an

Die Expansion umfasst die Slowakei, die Tschechische Republik, Polen, Ungarn, Rumänien, Bulgarien, Kroatien, Zypern, Estland, Griechenland, Lettland, Litauen, Malta und Slowenien. Diese Märkte gehören zu den am schnellsten wachsenden Einzelhandelsmärkten in Europa, aber viele lokale Einzelhändler hatten Schwierigkeiten, internationale Produkte zu beziehen. Das europäische Geschäft von Faire übertrifft bereits das nordamerikanische. Marken haben dort über 2 Millionen Bestellungen aufgegeben, und Einzelhändler haben fast 500 Millionen Dollar über die Plattform ausgegeben. Diese Wachstumsrate ist doppelt so hoch wie die, die das Unternehmen auf seinem Heimatmarkt verzeichnet.

Auch einheimische Zulieferer sind dabei

Es geht nicht nur darum, ausländische Marken auf neue Märkte zu bringen. Lieferanten in diesen Ländern haben über 115.000 Produkte auf Faire gelistet, was zeigt, dass lokale Marken auch Einzelhändler jenseits ihrer Grenzen erreichen wollen. Das litauische Unternehmen Linen Tales beweist, dass das Modell funktioniert. Die Haushaltswarenmarke trat 2019 bei und hat seitdem über fast 2.000 Einzelhändler auf der Plattform einen Umsatz von 3 Millionen US-Dollar erzielt.

„Jede Woche entdecken uns neue Einzelhändler über die Plattform“, sagt Gründer Boris Symulevic.

Das Unternehmen erreicht nun Kunden, die es über traditionelle Großhandelskanäle nie hätte finden können.

Konkurrenz für den traditionellen Großhandel

Faire stellt die herkömmliche Funktionsweise des Großhandels in Frage. Kleine Einzelhändler werden oft aus guten Lieferantenbeziehungen verdrängt, weil sie Mindestbestellmengen oder Zahlungsbedingungen, die für größere Geschäfte ausgelegt sind, nicht einhalten können. Die Plattform gleicht die Situation aus, indem sie kleinen Geschäften die Möglichkeit gibt, die gleichen Produkte wie größere Einzelhändler zu bestellen, nur in kleineren Mengen. Die Lieferanten profitieren davon, indem sie Kunden erreichen, die sie normalerweise nicht bedienen würden. Damit dies in verschiedenen Ländern funktioniert, sind erhebliche Backend-Investitionen erforderlich. Faire hat die Unterstützung der lokalen Währung, die Handhabung der Mehrwertsteuer und den Kundendienst in mehreren Sprachen entwickelt. In der britischen Niederlassung des Unternehmens sind etwa 100 Mitarbeiter mit der Verwaltung der europäischen Aktivitäten betraut.

Erprobung der Expansionsstrategie

Die europäische Markteinführung folgt auf erfolgreiche Einführungen in anderen Ländern. In Australien hat Faire seit seiner Einführung im Jahr 2022 170.000 Bestellungen für 4.000 lokale Marken ermöglicht. Mehr als 10.000 australische Einzelhändler nutzen die Plattform inzwischen regelmäßig. Diese Zahlen deuten darauf hin, dass sich das Geschäftsmodell über den US-Markt hinaus gut übertragen lässt, wo sich der Großhandel schneller als in vielen anderen Regionen ins Internet verlagert hat.

Artikel teilen
Katarína Šimčíková
Partnership Manager & E-commerce Content Writer, Ecommerce Bridge EU

Partnership Manager & E-commerce Content Writer with 10+ years of international experience. Former Groupon Team Lead. Connects European companies with Slovak and Czech markets through partnerships and content marketing.

Ähnliche Artikel
Metas KI-Tool erstellt Dutzende von Anzeigen in wenigen Minuten
2 Lesezeit Minuten

Metas KI-Tool erstellt Dutzende von Anzeigen in wenigen Minuten

Meta kündigte ein generatives KI-Tool an, das fast sofort mehrere Werbevarianten erzeugt. Laut ChannelX kann Advantage+ Creative Werbetexte umschreiben und Bilder austauschen, um Kampagnen für verschiedene Zielgruppen zu personalisieren – etwas, das Marketern die Möglichkeit bietet, in einer Geschwindigkeit und Skala zu testen, die zuvor nicht möglich war.

Katarína Šimčíková Katarína Šimčíková
Partnership Manager & E-commerce Content Writer, Ecommerce Bridge EU
Europas Beschaffungsmarkt mit 2 Billionen Euro könnte 1,8 Millionen Arbeitsplätze für digitale KMU schaffen
4 Lesezeit Minuten

Europas Beschaffungsmarkt mit 2 Billionen Euro könnte 1,8 Millionen Arbeitsplätze für digitale KMU schaffen

Öffentliche Beschaffungen in ganz Europa sind jährlich 2 Billionen Euro wert. Aber für kleine digitale Unternehmen, die versuchen, Regierungsaufträge zu gewinnen, schafft das System ernsthafte Hindernisse. Eine neue Studie zeigt, was auf dem Spiel steht: Ein besserer Zugang könnte 1,8 Millionen neue Arbeitsplätze und 117 Milliarden Euro für die europäische Wirtschaft bedeuten.

Katarína Šimčíková Katarína Šimčíková
Partnership Manager & E-commerce Content Writer, Ecommerce Bridge EU