
Die Automatisierung wechselt vom Support-Tool zur Standardeinstellung
Big-Tech-Plattformen reduzieren stetig den Bedarf an manuellem Kampagnenmanagement. Meta baut Advantage+ weiter aus, während Google KI tiefer in Kampagnenaufbau, Optimierung und kreative Umsetzung integriert.
EMARKETER beschreibt diesen Wandel als eine „existenzielle Bedrohung“ für Agenturen. Wenn Medienkäufe und -optimierungen innerhalb der Plattform stattfinden, schrumpfen traditionelle Agenturrollen zwangsläufig.
Für E-Commerce-Marken senkt dies die Einstiegshürden. Kampagnen sind leichter zu starten und zu skalieren. Der Kompromiss ist weniger praktische Kontrolle.
Streaming wird 49,3 % der Einnahmen aus Videoabonnements ausmachen
Streaming-Dienste werden voraussichtlich im Jahr 2026 49,3 % der US-Videoabonnement-Einnahmen erzielen. Gleichzeitig wird die Gesamtzahl des Pay-TVs (traditionell und digital kombiniert) im Jahr 2027 auf 48,0 % zurückgehen.
Diese Verschiebung wird auch durch die Preisgestaltung angetrieben. Das durchschnittliche US-Kabel-TV-Abonnement kostet laut J.D. Power 122 Dollar pro Monat. Einzelne Streaming-Dienste sind günstiger, aber da Haushalte Abos stapeln, überholt der Gesamtkonsum das traditionelle Fernsehen.
Die europäischen Märkte gehen in dieselbe Richtung, wobei die Werbebudgets zunehmend in Richtung vernetztes Fernsehen und digitales Video verlagert werden.
YouTube behält seine Führung bei Video-Podcasts
Video-Podcasts werden immer mehr zum Mainstream, und YouTube bleibt führend.
Im Jahr 2026 wird erwartet, dass die Plattform 31,7 Millionen monatliche Podcast-Zuschauer in den USA erreicht, vor Spotify.

Source: EMARKETER
Für Marken bestätigt dies, dass Langform-Videoinhalte kombiniert mit von Creators geführter Distribution kein Nischenkanal mehr sind – sie werden zu einem zentralen Medienformat.
KI-Suche reduziert die Klickmöglichkeiten
Auch das Suchverhalten verändert sich. Nach der Einführung von KI-Übersichten in der Google-Suche sanken die Zero-Click-Suchen zwischen Mai 2024 und Mai 2025 um 17 %, basierend auf Similarweb-Daten, die von EMARKETER zitiert werden.
Der Bericht zeigt außerdem , dass die Klickrate um mehrere Prozentpunkte sinkt, wenn KI-Zusammenfassungen erscheinen.
Für Verlage bedeutet das weniger Vermittlungsbesuche. Für E-Commerce-Marken signalisiert dies ein wettbewerbsfähigeres bezahltes Suchumfeld und einen größeren Druck auf eigene Medien.
Worauf E-Commerce-Führungskräfte achten sollten
Die Quintessenz ist nicht, jedem neuen Kanal hinterherzujagen. Es geht darum zu verstehen, wo sich die Kontrolle verlagert.
Automatisierung wird zum Standard. Streaming ist fast auf dem Niveau mit traditionellem Fernsehen. YouTube konsolidiert die Videoaufmerksamkeit. Und die KI-Suche verändert die Verkehrsmuster.
Im Jahr 2026 werden die Marken, die sich am schnellsten an diese strukturellen Veränderungen anpassen – statt an kurzfristige Trends – den Vorteil haben.