
Zu den mit Bußgeldern belegten Unternehmen gehören MediaMarkt (€25.000), Carrefour (€21.500), PC Componentes (€1.500), der Parfümhändler Notino (€110.000) und der E-Shop Electrocosto, bekannt als Gestaweb 2020 (€100.000). Zwei weitere Unternehmen wurden nicht genannt.
Wie das Programm funktionierte
Das Konzept war ziemlich unkompliziert. Unternehmen erhöhten die Preise für ausgewählte Produkte einige Tage vor Black Friday. Während des eigentlichen Verkaufs haben die Unternehmen die Preise dann wieder auf die ursprünglichen Beträge „reduziert“. Für die Kunden sah es nach einem tollen Angebot aus, aber in Wirklichkeit gab es überhaupt keinen Rabatt.
Das Ministerium bezeichnete dies als Verstoß gegen Artikel 47.1 m) des Generalgesetzes zum Schutz von Verbrauchern und Nutzern. Dies sind unlautere Handelspraktiken, die Käufer täuschen und zudem gegen das Gesetz zur Regulierung des Einzelhandels verstoßen.
Das Timing ist kein Zufall
Das Ministerium veröffentlichte die Ermittlungsergebnisse am 29. November 2025 am Black Friday selbst. Das ist ein klares Signal an andere Einzelhandelsketten: Preismanipulation wird nicht toleriert.
Bemerkenswert ist, dass die Untersuchung den Black Friday 2023 betraf, aber über zwei Jahre dauerte. Dies zeigt, dass Behörden diese Praktiken langfristig überwachen und bewerten.
Was kommt als nächstes
Die Verbraucherschutzbehörde kündigte an, dass sie auch andere Praktiken weiterhin überwachen wird. Unter der Beobachtung stehen Tropfpreise, Druckverkauf, dynamische Preisgestaltung und personalisierte Preisgestaltung auf Basis persönlicher Kundendaten.
Laut dem Ministerium verringern all diese Methoden die Transparenz und treiben die Menschen zu übereilten Kaufentscheidungen.
Für E-Shops und große Einzelhändler ist die Botschaft klar: Die Preisrichtlinien während der Verkaufszeiten müssen viel sorgfältiger festgelegt werden. Geldstrafen in den Hunderttausenden sind nicht vernachlässigbar, und der Reputationsaspekt könnte sogar noch wichtiger sein.