3 Lesezeit Minuten

Meta verbietet ab Oktober EU-weit alle politischen Werbeanzeigen

Meta, zu dem Plattformen wie Facebook, Instagram und WhatsApp gehören, hat angekündigt, dass es ab Oktober 2025 jegliche politische, wahlbezogene und sozial sensible Werbung in der EU verbieten wird. Dieser Schritt ist eine Reaktion auf die neuen EU-Vorschriften zur Transparenz politischer Werbung, die im Oktober in Kraft treten. Laut Meta bringen diese Rechtsunsicherheiten und erhebliche operative Belastungen mit sich. Google hat bereits einen ähnlichen Schritt angekündigt.

Veronika Slezáková Veronika Slezáková
Editor in Chief @ Ecommerce Bridge, Ecommerce Bridge
Dieser Artikel wurde für Sie von artificial-intelligence übersetzt
Meta verbietet ab Oktober EU-weit alle politischen Werbeanzeigen
Quelle: ChatGPT

Ab dem 10. Oktober tritt in der EU die Verordnung über die Transparenz und Zielgenauigkeit politischer Werbung (TTPA) in Kraft. Demnach müssen die großen digitalen Plattformen

  • politische Werbung eindeutig kennzeichnen,
  • angeben, wer sie bezahlt hat und wie viel sie gekostet hat
  • und angeben, welche Wahlen oder Zielgruppen betroffen sind.

Die Nichteinhaltung der Vorschriften kann zu Geldstrafen von bis zu 6 % des weltweiten Jahresumsatzes führen.

Warum zieht Meta die politische Werbung zurück?

„Dies ist eine schwierige Entscheidung“, so Meta in einer Erklärung. Nach Ansicht des Unternehmens schränken die neuen Vorschriften die Möglichkeiten der Plattformen, personalisierte Kampagnen durchzuführen, die die Öffentlichkeit über wichtige Themen informieren, erheblich ein. Meta argumentiert, dass dies letztendlich den europäischen Wählern schaden wird, da sie keine ausreichenden und vielfältigen Informationen erhalten.

Auswirkungen auf den elektronischen Handel

Sowohl Meta als auch Google wenden die Beschränkungen in der Regel umfassender an, als es den Anschein haben mag. Allein die Erwähnung von Nachhaltigkeit, Gesundheit oder sozialer Verantwortung kann ausreichen, um eine Anzeige automatisch zu blockieren, zur manuellen Überprüfung weiterzuleiten oder einer Überprüfung durch den Werbetreibenden zu unterziehen.

Während das Verbot in erster Linie politische Werbung betrifft, können in der Praxis auch gewöhnliche Kampagnen mit wertebasierten Botschaften eingeschränkt werden.

Wenn Sie Themen wie Nachhaltigkeit, Gesundheit, Bildung oder künstliche Intelligenz kommunizieren, kann Ihre Kampagne von der Plattform automatisch als sensibel eingestuft werden und somit unter strengere Vorschriften fallen. Dies betrifft vor allem das B2B-Segment, das häufig mit regulierten Sektoren wie Energie, Gesundheit oder Finanzen arbeitet. Sowohl Marken als auch Agenturen müssen sorgfältiger überwachen, welche Kampagnen auf Einschränkungen stoßen könnten, und sich auf zusätzliche Genehmigungsschritte vorbereiten.

4 Punkte, die helfen können, Probleme zu vermeiden

  1. Planen Sie Kampagnen weit im Voraus. Es ist ratsam, mögliche Verzögerungen bei der Genehmigung oder die Notwendigkeit von Textänderungen zu berücksichtigen.
  2. Erwägen Sie eine neutralere Sprache in Anzeigen. Vermeiden Sie Formulierungen, die von Algorithmen als sensibel eingestuft werden könnten (z. B. „rettet den Planeten“, „bekämpft Krankheiten“…).
  3. Behandeln Sie Marke und Leistung getrennt. Wenn Verkauf und sensible Themen in einer Anzeige zusammentreffen, kann dies zu Genehmigungsproblemen führen. Die Aufteilung von Kampagnen verringert das Risiko und ermöglicht eine bessere Kontrolle.
  4. Achten Sie auf Genehmigungsverfahren und Anzeigenrichtlinien. Überwachen Sie Regeländerungen und ziehen Sie eine Beratung durch einen Partner oder eine Plattform in Betracht.

Wie geht es weiter?

In den kommenden Monaten wird sich zeigen , ob Meta und Google sich dazu entschließen, die Werbung strikt auf politische Themen zu beschränken, oder ob die neuen Regeln auch breitere Auswirkungen auf kommerzielle Werbetreibende haben werden. Es lohnt sich also, ihren Einfluss bereits in der Planungsphase zu berücksichtigen.

Artikel teilen
Veronika Slezáková
Editor in Chief @ Ecommerce Bridge, Ecommerce Bridge
Ähnliche Artikel
Metas KI-Tool erstellt Dutzende von Anzeigen in wenigen Minuten
2 Lesezeit Minuten

Metas KI-Tool erstellt Dutzende von Anzeigen in wenigen Minuten

Meta kündigte ein generatives KI-Tool an, das fast sofort mehrere Werbevarianten erzeugt. Laut ChannelX kann Advantage+ Creative Werbetexte umschreiben und Bilder austauschen, um Kampagnen für verschiedene Zielgruppen zu personalisieren – etwas, das Marketern die Möglichkeit bietet, in einer Geschwindigkeit und Skala zu testen, die zuvor nicht möglich war.

Katarína Šimčíková Katarína Šimčíková
Partnership Manager & E-commerce Content Writer, Ecommerce Bridge EU
Europas Beschaffungsmarkt mit 2 Billionen Euro könnte 1,8 Millionen Arbeitsplätze für digitale KMU schaffen
4 Lesezeit Minuten

Europas Beschaffungsmarkt mit 2 Billionen Euro könnte 1,8 Millionen Arbeitsplätze für digitale KMU schaffen

Öffentliche Beschaffungen in ganz Europa sind jährlich 2 Billionen Euro wert. Aber für kleine digitale Unternehmen, die versuchen, Regierungsaufträge zu gewinnen, schafft das System ernsthafte Hindernisse. Eine neue Studie zeigt, was auf dem Spiel steht: Ein besserer Zugang könnte 1,8 Millionen neue Arbeitsplätze und 117 Milliarden Euro für die europäische Wirtschaft bedeuten.

Katarína Šimčíková Katarína Šimčíková
Partnership Manager & E-commerce Content Writer, Ecommerce Bridge EU