
Kunden, die die Suche nutzen, sind kaufbereit. Sie wissen, was sie wollen und wollen es schnell finden. Nach einer Analyse von Luigi’s Box ist die Wahrscheinlichkeit eines Kaufabschlusses nach der Nutzung der Suche um bis zu 44 % höher als beim normalen Stöbern in den Kategorien. In einigen Segmenten, wie z. B. bei Büchern oder B2B-E-Shops, macht die Suche bis zu 90 % des Gesamtumsatzes aus. Dies liegt vor allem daran, dass die Kunden häufig nach bestimmten Titeln suchen.

Source: luigisbox.com
Weniger Suchvorgänge auf dem Handy
Das mobile Einkaufen ist zwar beliebt, hinkt aber in bestimmten Bereichen hinterher. Nicht, weil die Kunden es nicht wollen, sondern weil die Benutzeroberfläche selbst es ihnen oft schwer macht. Die Suchleiste ist oft nicht sichtbar, es fehlen prädiktive Vorschläge, oder die Ergebnisseite ist schlecht lesbar. Dabei sind dies einfache Anpassungen – eine immer sichtbare Lupe, sofortiges Laden der Ergebnisse ab dem ersten Zeichen oder die Möglichkeit der Spracheingabe. Dies sind Elemente, die das Engagement und die mobilen Konversionen erheblich steigern können.

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Ist die prädiktive Suche sinnvoll?
Daten zeigen, dass Nutzer, die die automatische Vervollständigung während der Suche nutzen , häufiger einen Kauf abschließen als diejenigen, die sie ignorieren. Deshalb ist es gut, sie als aktives Navigationstool im E-Shop wahrzunehmen. Sein Nutzen liegt nicht nur in der Verkürzung der Tippzeit. Es hilft den Nutzern, sich zu vergewissern, dass sie auf dem richtigen Weg sind. Es erhöht auch die Chance, ein bestimmtes Produkt zu finden. Eine gute Lösung sollte auch mit komplexeren Eingaben zurechtkommen: unvollständige Abfragen, Produktcodes oder unterschiedliche Namen bewältigen und gleichzeitig relevante Kategorien, Marken und bestimmte Artikel anbieten – alles in Echtzeit während der Eingabe.
Was ein Kunde nicht finden kann, wird er nicht kaufen
Wenn ein Kunde eine bestimmte Anfrage in die Suche eingibt und keine Ergebnisse erhält, entsteht ein Moment der Frustration – und oft ein Grund, die Website sofort zu verlassen. Daten zeigen, dass bis zu 9 % der Suchanfragen ohne Ergebnis enden, wobei dieser Anteil in einigen Segmenten wie Ersatzteilen sogar noch höher ist. Es geht nicht immer darum, dass das Produkt im Angebot fehlt. Oft reicht schon ein kleiner Unterschied in der Schreibweise: ein anderes Codeformat, ein Tippfehler, ein umgangssprachlicher Ausdruck oder eine andere Deklination. Kann die Suchmaschine diese Abweichungen nicht erkennen und eine Alternative anbieten, kommt es zu einem unnötigen Besucher- und Bestellverlust.
Bis zu einem Drittel der Kunden verlassen nach einer erfolglosen Suche sofort das Angebot, ohne es erneut zu versuchen. Auch wenn Sie das Produkt eigentlich auf Lager haben – Sie haben sich mit dem Nutzer einfach nicht „verstanden“.
Auf die Bestellung kommt es an. Und die erste Seite
Es gilt die gleiche Regel wie bei Google – wenn Ihr Produkt nicht auf der ersten Seite steht, ist es so, als würde es nicht existieren. Bis zu 89% der Kunden sehen sich die nächste Ergebnisseite nie an. Ein optimiertes Ranking, das das Kundenverhalten, die Produktmargen oder die Beliebtheit berücksichtigt, ist daher unerlässlich. Die Ergebnisse sollten auch Preis, Verfügbarkeit und relevante Daten direkt in der Vorschau anzeigen.Ein weiteres Thema sind Filter. Diese werden von Kunden oft ignoriert, weil sie zu allgemein gehalten sind oder gar nicht angezeigt werden. Dynamische Filter, die sich je nach Abfragetyp ändern (z.B. Diagonale bei TV-Geräten, Anschlussart bei Kopfhörern), helfen dem Kunden, schneller zu finden, was er braucht, und beseitigen Reibungspunkte im Kaufprozess.
E-Shop-Suche als Teil des Einkaufsprozesses
Die Suche ist einer der am meisten unterschätzten Bereiche eines E-Shops – dabei hat sie einen direkten Einfluss auf Konversionen, Zufriedenheit und Verkäufe. Ob es sich um die Qualität der Vorschläge, die Fähigkeit, ungenaue Anfragen zu bearbeiten, oder die richtige Rangfolge der Ergebnisse handelt – jedes Detail entscheidet darüber, ob ein Kunde seinen Kauf abschließt.